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#9 Frei­tags­blog: 4 Mar­ke­ting Tipps, die Grün­de­rIn­nen wis­sen sollten

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  1.  Defi­nie­re dei­ne Zielgruppe 

Grün­de­rIn­nen ken­nen ver­mut­lich das Sze­na­rio: Ich habe eine rich­tig tol­le Idee oder ein Pro­blem und fra­ge mich, war­um es bis­her noch kein zufrie­den­stel­len­des Pro­dukt (aka Lösung) dafür gibt?

Danach gehen vie­le ans Wer­keln. Aller­dings pas­siert es schnell, dass man/frau zu früh raus­geht, ohne sich die Fra­ge zu stel­len: “Wer sind denn über­haupt die Per­so­nen, die mein Pro­dukt kau­fen bzw. nut­zen würden?”

Hier zahlt es sich aus, die Haus­auf­ga­ben zu machen und sich im Vor­feld Gedan­ken zu machen, wie denn die­se Per­so­nen aus­se­hen. Mit Aus­se­hen ist natür­lich nicht nur der Klei­dungs­stil oder das Ant­litz gemeint, son­dern eben auch Alter, Geschlecht, psy­cho­gra­fi­sche Merk­ma­le (Wer­te, Life­style…), Kauf­ver­hal­ten etc. D.h. es zahlt sich aus, Markt­for­schung z.B. in Form von Online Recher­chen, qua­li­ta­ti­ven Inter­views, oder Umfra­gen zu machen.

Ein hilf­rei­ches Kon­zept ist die “Per­so­na”.

Per­so­nas (lat. Mas­ke) sind Nutzer­mo­del­le, die Per­so­nen einer Ziel­grup­pe in ihren Merk­ma­len cha­rak­te­ri­sie­ren. (onlinemarketing.de)

Sie hel­fen dir, dei­ne Ziel­grup­pe bes­ser zu ver­ste­hen. Wenn du weißt, wie dei­ne Ziel­grup­pe rich­tig tickt, kannst du dei­ne Mar­ken­bot­schaf­ten ziel­ge­rich­tet set­zen und sparst dir damit viel Zeit und Geld, um die rele­van­ten Kun­dIn­nen anzu­spre­chen, die dein Pro­dukt tat­säch­lich nut­zen wollen.

Ein hilf­rei­ches Tool zur Per­so­na-Erstel­lung bie­tet dabei die All-In-One Mar­ke­ting­platt­form Hubs­pot an: https://www.hubspot.com/make-my-persona

 

  1. Kom­mu­ni­zie­re klar und authentisch 

Über­le­ge dir, wel­che Bot­schaft du ver­mit­teln möch­test und for­de­re die Per­so­nen auf, eine bestimm­te Hand­lung durch­zu­füh­ren. Gemein­hin auch als Call-To-Action (CTA) bezeich­net. Bezo­gen auf Online Mar­ke­ting wären typi­sche Aktionen:

  • Besuch dei­ner Website
  • Ein­tra­gen in dei­nem Newsletter
  • Kauf dei­nes Produktes
  • Kom­men­tie­ren auf eine Fra­ge, gerich­tet an dei­ne Community

Blei­be hier­bei ganz bei dir selbst und ver­su­che dich in dei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht zu ver­stel­len. Wenn es um The­men geht, die dich zutiefst emo­tio­nal berüh­ren, brin­ge das genau sprach­lich zum Aus­druck. Du soll­test dich dabei auch wohlfühlen.

Natür­lich soll­ten Inte­gri­tät und Respekt gegen­über ande­ren für einen kon­struk­ti­ven Dis­kurs bewahrt werden.

 

  1. Online und Off­line: Der Mix macht es (oft) aus! 

Neben der Fra­ge der Ziel­grup­pe (sie­he Tipp 1) ist es wich­tig, auch her­aus­zu­fin­den, auf wel­chen Kanä­len sich die­se tummeln.

Jeder Mensch, der auf Face­book ist, wird auch ver­mut­lich ger­ne in Restau­rants essen gehen, einen Kaf­fee mit Kol­le­gIn­nen genie­ßen oder auch Shop­pen gehen in ver­schie­de­ne Geschäfte.

Genau hier ist es wich­tig, ziel­ge­rich­te­te Mar­ke­ting­kam­pa­gnen durch­zu­füh­ren als auf Sta­tus-Quo zu set­zen, ganz nach dem Mot­to “Weil die ande­ren das so machen, machen wir das genauso.”

Wenn dei­ne Ziel­grup­pe z.B. Gra­zer Stu­die­ren­de sind, kann es manch­mal sinn­voll sein, neben Online Wer­be­kam­pa­gnen (z.B. mit­tels Face­book Ads und orga­ni­schen Con­tent) zusätz­lich auf klas­si­sche Print­me­di­en wie Fly­er oder Pla­ka­te zu setzen.

Das bekann­te Fif­teen Seconds Fes­ti­val, das jähr­lich in der Gra­zer Mes­se­hal­le statt­fin­det, ist ein Bei­spiel. Sie nut­zen aktiv ihre News­let­ter- und Social Media Kam­pa­gnen sowie Wer­be­pla­ka­te für die Bewer­bung ihre Festivals.

Die Bot­tom-Line ist: Tri­al-and-Error. Tes­ten. Ler­nen. Und wie­der testen 🙂

 

  1. Growth Hacking ist dein Freund 

Star­tups ver­su­chen Pro­ble­me mit ihren eige­nen Pro­duk­ten zu lösen. Ein Pro­blem zieht sich aber für sie fast immer stets durch den eige­nen Start­up-Zyklus: Die der stän­di­gen finan­zi­el­len Bredouille.

Des­we­gen stößt die Devi­se “Klei­nes Bud­get. Gro­ßes Wachs­tum.” auf bemer­kens­wer­te Sym­pa­thie der JungunternehmerInnen.

Ein Growth Hacker rich­tet sei­ne gesam­te Auf­merk­sam­keit auf eines aus: Wachstum.

Dazu gibt es zahl­rei­che Erfolgs­bei­spie­le. Bezo­gen auf das im Tipp 3 erwähn­te Fif­teen Seconds Fes­ti­val hat sich das Grün­dungs­team für die Bewer­bung ihres aller­ers­ten Events vor 7 Jah­ren (damals noch unter dem “Mar­ke­ting Rock­stars Fes­ti­val” bekannt), einen Mini Coo­per gemie­tet. Die­se lie­ßen sie mit dem Fes­ti­val bran­den und stell­ten das Auto für eini­ge Zeit vor der Uni­ver­si­tät Graz ab.

 

Das Resul­tat: Unzäh­li­ge Stu­die­ren­de und Uni­ver­si­täts­per­so­nal beka­men vom Fes­ti­val etwas mit und infor­mier­ten sich dar­über. Vie­le führ­ten schließ­lich auch zu Ticketkäufen.

Das Grün­dungs­team muss­te zwar eini­ge Straf­zet­tel in Kauf neh­men. Doch hier über­wiegt die Mar­ken­stei­ge­rung defi­ni­tiv die der Marketingausgaben :).

Ein schö­nes Bei­spiel für Gue­ril­la-Mar­ke­ting (unge­wöhn­li­che Ver­mark­tungs­ak­tio­nen), die ein Growth Hacker ger­ne nutzt.

 

Ver­fas­se­rIn: 

Maja Sin­ko­vec, Per­for­mance Mar­ke­ting (selbst­stän­dig)

Xiaoao Dong, Co-Foun­der von Mar­ry Ice­tea und Holistic Mar­ke­ting (selbst­stän­dig)

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