#42 Frei­tags­blog: Das Geheim­nis erfolg­rei­cher Team­füh­rung — Wie wir Ver­trau­en und Com­mit­ment herstellen

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Eine der immer­wäh­ren­den Her­aus­for­de­run­gen für Füh­rungs­kräf­te sind wirk­sa­me Mus­ter zur Begeis­te­rung und Zusam­men­ar­beit von Teams zu ent­wi­ckeln und anzu­wen­den. Füh­rung ist die Gestal­tung von Auf­merk­sam­keits­fel­dern. Dar­un­ter ver­ste­hen wir Zie­le und Bil­der der Zukunft zu ent­wi­ckeln, die Sinn stif­ten und deren Nut­zen klar und nach­voll­zieh­bar for­mu­liert wer­den kann.
In der Pra­xis ist das nicht ein­fach, dazu braucht es eine offe­ne Dis­kus­si­ons­kul­tur und eine wert­schät­zen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit unter­schied­li­chen Blick­win­keln. Ein trans­pa­ren­tes Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment jedoch bedarf eines Zeit­rah­mens und eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­raums, der Mit­ar­bei­ter: innen ein­be­zie­hen und ihre Argu­men­te wahr- und ernst nimmt. Erst dar­aus ent­steht eine qua­li­ta­tiv hoch­ste­hen­de Stra­te­gie und ein Com­mit­ment die­se Stra­te­gie im All­tag umzu­set­zen. Füh­rungs­qua­li­tät basiert also auch auf dem Ver­trau­en in die kri­ti­sche Wahr­neh­mung und posi­ti­ve Absicht der Mit­ar­bei­ter: innen ein gemein­sa­mes Ziel errei­chen zu wol­len und zu kön­nen. „Nobo­dy is per­fect, but a team even­tual­ly can“. Das bedeu­tet den Sinn von Zusam­men­ar­beit genau in die­ser Unter­schied­lich­keit, Viel­falt in den Kom­pe­ten­zen und im Leis­tungs­wil­len zu för­dern und gemein­sam ein „bes­se­res“ Pro­dukt, Dienst­leis­tung, For­schungs­ziel zu defi­nie­ren und durch­hal­tend zu erreichen.

Men­schen han­deln nach ihren inne­ren Bil­dern, den Vor­stel­lun­gen und Ideen, Gefüh­len, die sie von ihrer Umwelt haben und weit­aus weni­ger auf Basis von „Facts & Figu­res“. Die­se neu­ro­wis­sen­schaft­lich beleg­ten Erkennt­nis­se soll­ten die Füh­rungs­kräf­te für die Ent­wick­lung von Com­mit­ment berück­sich­ti­gen, denn inne­re Bil­der bestim­men oft unbe­wußt das Aus­maß des erreich­ba­ren Erfolgs. Com­mit­ment für eine Sache treibt Men­schen von sich aus an, führt zu Iden­ti­fi­ka­ti­on mit Zie­len und Wer­ten. Hier wird ein Vor­schuss­ver­trau­en in Abstim­mung mit den eige­nen Erleb­nis­sen und Erfah­run­gen gege­ben. Ver­trau­en aber in ein Team, in eine fähi­ge Füh­rungs­kraft, in eine leis­tungs­fä­hi­ge Orga­ni­sa­ti­on ent­stresst (bis zu 75%), führt zu einem höhe­ren Ener­gie­ein­satz und zu zur mehr Pro­duk­ti­vi­tät (bis zu 50%). Die Fol­ge davon sind mehr Lebens­zu­frie­den­heit (plus 29%), weni­ger Bur­nout­fäl­le (bis zu 40%) und weni­ger Krankentage.

Das sind wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen für wirk­sa­me Füh­rungs­mus­ter, denn Lea­ders­hip beginnt, wo der Kon­sens auf­hört. Es ist also von gro­ßer Bedeu­tung sich der per­ma­nen­ten Vor­bild­funk­ti­on als Füh­rungs­kraft bewusst zu sein und über das Vor­le­ben Wer­te und Kan­ten zu zei­gen: es heißt also nicht nur:“ walk the talk“, son­dern Vor­bild führt, Begeis­te­rung beflü­gelt, Ver­trau­en bestä­tigt. Ich bin als Füh­rungs­kraft auch durch den Mut Neu­es zu begin­nen, Her­aus­for­de­run­gen res­sour­cen­stark zu kom­mu­ni­zie­ren und Ver­trau­en in das „Anver­trau­en“ von Auf­ga­ben zu legen, sicht­bar und wirk­sam. Es gibt kei­nen Ersatz für das per­sön­li­che (Mit­ar­bei­ter-) Gespräch und die erleb­te Füh­rungs­leis­tung.
Mit­ar­bei­ter brau­chen Ver­läss­lich­keit in der Füh­rungs­be­zie­hung und Füh­rungs­leis­tung, dann sind sie bereit Enga­ge­ment über das übli­che Maß zu ent­wi­ckeln, Wis­sen zu tei­len und unter­neh­me­risch zu den­ken. Klar kom­mu­ni­zier­te Zie­le fokus­sie­ren, die Über­nah­me in die eige­ne Mit­ar­bei­ter-Ver­ant­wor­tung erfolgt auf Basis die­ser erfah­re­nen Füh­rungs­per­for­mance, also in ein ech­tes Ja oder in ein Naja…im schlimms­ten Fall ein impli­zi­tes Nein.

Mitarbeiter:innen, die von Ihren Füh­rungs­kräf­ten beim „Erfolg“ erwischt wer­den, die dar­aus Bestär­kung erfah­ren, sind übli­cher­wei­se Mitarbeiter:innen die den Mut ent­wi­ckeln neue Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Hilf­rei­che Fra­gen umfas­sen daher im Lösungs­fo­kus­sier­ten Führen:

  • Was reizt uns den nächs­ten Erfolgs-Schrit­t/ Ziel zu machen?
  • Wel­che Res­sour­cen und Kom­pe­ten­zen (inter­ne, exter­ne, Erfol­ge…) hel­fen uns, haben wir schon?
  • Wo gibt’s noch ver­mu­te­te Hin­der­nis­se und vor allem wie sind die gewünsch­ten Lösun­gen umge­setzt wor­den? (den­ken aus dem Erfolg heraus)
  • Wie kon­kret tun wir in den ein­zel­nen Lösun­gen? Maß­nah­men, Ver­hal­ten, Strategien
  • Was ist der ganz kon­kre­te Bei­trag von jedem/r ein­zel­nen, wenn er/sie wie­der im Büro ist, damit das Leit­bild leben­dig wird? Verhalten

Die­se und ande­re lösungs­fo­kus­sier­te Fra­gen brin­gen Teams in den Erfolgs­mo­dus. Sie hel­fen mehr Com­mit­ment und Ver­trau­en zu ent­wi­ckeln und an Resi­li­enz in schwie­ri­gen Zei­ten zu gewin­nen. Sinn­stif­tend in Zei­ten der Kri­se gemein­sam zu arbei­ten, hilft vom Hel­den­epos „Füh­rung“ zum Teaman­satz zu gelan­gen und lang­fris­ti­ge Ent­wick­lun­gen ein­zu­tak­ten, Ent­schei­dun­gen gut in der Orga­ni­sa­ti­on zu ver­an­kern und kogni­ti­ve Dis­so­nan­zen recht­zei­tig zu erken­nen. Dabei kann auch ein exter­ner Blick­win­kel durch Coa­ching für Füh­rungs­kräf­te und Teams mit den rich­ti­gen Fra­gen unter­stüt­zend und im Sin­ne des Ler­nens hilf­reich sein.

Ver­fas­se­rin: 

Mag Eri­ka Krenn-Neu­wirth; Geschäfts­füh­re­rin der K und K Wirt­schafts­coa­ching GmbH

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