#33 Frei­tags­blog: Mit dem rich­ti­gen Mind­set zur erfolg­rei­chen Gründung

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Auch wenn die Grün­dung eines Unter­neh­mens oder die Ent­schei­dung, sich selbst­stän­dig zu machen, lang­fris­tig finan­zi­el­le und zeit­li­che Frei­heit bedeu­ten kann, ist der Weg dort­hin erst­mal an viel Arbeits­zeit sowie gewis­se Risi­ken und Unsi­cher­hei­ten geknüpft. Liest man die Bio­gra­fien erfolg­rei­cher Grün­der oder Mana­ger, fällt einem auf, dass jeder ein­zel­ne mit schwe­ren Hür­den, Miss­erfol­gen und Zwei­feln zu kämp­fen hat­te und nicht von heu­te auf mor­gen erfolg­reich gewor­den ist. Nicht sel­ten dau­ert die­ser Pro­zess meh­re­re Jah­re an. Bei neben­be­ruf­li­chen oder klei­nen Grün­dun­gen trifft das natür­lich in einem deut­lich gerin­ge­ren Aus­maß zu. Trotz­dem sind es auch hier die­sel­ben Ein­stel­lun­gen und Eigen­schaf­ten, die eine Idee lang­fris­tig zum Erfolg führen.

Der Begriff des rich­ti­gen Mind­sets hat sich in der heu­ti­gen Jung­un­ter­neh­mer­kul­tur sehr eta­bliert und wird lei­der auch an vie­len Stel­len miss­braucht. Trotz­dem stimmt der Kern die­ser Aus­sa­ge, denn Mind­set ist im End­ef­fekt ein­fach nur der coo­le­re Begriff für Denk­wei­se, und dass eine bestimm­te Denk­wei­se für lang­fris­ti­gen Unter­neh­mens­er­folg von Vor­teil ist, steht außer Fra­ge. Aber wel­che Eigen­schaf­ten sind es, die erfolg­rei­che Per­sön­lich­kei­ten mit­ein­an­der ver­bin­det? Die alle auf­zu­zäh­len, wür­de ver­mut­lich den Rah­men des Arti­kels spren­gen. Schließ­lich gibt es nicht umsonst unzäh­li­ge Bücher über Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung. Daher wer­den in die­sem Arti­kel zwei der vie­len Eigen­schaf­ten und Denk­wei­sen behan­delt, die für unter­neh­me­ri­schen und per­sön­li­chen Erfolg wich­tig sind. Um sich nach den Grund­sät­zen noch tie­fer in die Mate­rie ein­ar­bei­ten zu kön­nen, wird unter jedem The­ma ein pas­sen­des Buch empfohlen.

 

Was ist der Worst Case?

Die Angst vor dem Schei­tern ist ver­mut­lich einer der Haupt­grün­de, wie­so gute Ideen und Plä­ne nicht umge­setzt wer­den. Wüss­te man bereits vor­her, dass man Erfolg haben wird, gäbe es ja auch kei­nen Grund nicht sofort mit der Umset­zung anzu­fan­gen. Sich vor Miss­erfolg zu fürch­ten, kann ver­schie­de­ne Grün­de haben. Es könn­te z.B. sein, dass man Angst vor der Ableh­nung ande­rer Men­schen hat oder durch finan­zi­el­le Ängs­te, wie z.B. die feh­len­de Sicher­heit durch eine Anstel­lung oder den Ver­lust von Start­ka­pi­tal, nicht in die Umset­zung kommt. Bei­de Grün­de haben durch­aus ihre Berech­ti­gung, kön­nen aber abge­schwächt wer­den, indem man die­se ein­mal auf ihre Bestand­tei­le herunterbricht.

Was wür­de eigent­lich pas­sie­ren, wenn man z.B. 5.000 € Start­ka­pi­tal ver­liert? Natür­lich wür­de man sich ärgern, aber was wür­de wirk­lich pas­sie­ren? Das zu erwar­ten­de Resul­tat wäre ver­mut­lich, dass man wei­ter arbei­ten gehen oder sich eine neue Arbeit suchen muss. Oder was wäre, wenn das Geschäft wächst, man einen Kre­dit auf­nimmt und die Ein­nah­men dann plötz­lich sta­gnie­ren? Das wäre sicher auch ärger­lich, aller­dings kommt man auf­grund einer Zah­lungs­un­fä­hig­keit nicht direkt ins Gefäng­nis, lan­det auf der Stra­ße oder muss sein gesam­tes Hab und Gut ver­kau­fen. Die logi­sche Kon­se­quenz wäre hier eher die Rege­l­in­sol­venz, die einen inner­halb von drei Jah­ren von allen Schul­den befreit. Natür­lich ist auch die­se nicht ange­nehm und man muss sich wäh­rend die­ser drei Jah­re an gewis­se Regeln hal­ten, aller­dings kann des­we­gen noch nicht von schlimm gespro­chen werden.

Die Grund­aus­sa­ge ist, dass das Worst-Case-Sze­na­rio in Deutsch­land sehr über­schau­bar, ver­hält­nis­mä­ßig leicht zu ertra­gen und vor allem ver­meid­bar ist, wenn man gewis­sen­haft wirt­schaf­tet, lang­fris­tig denkt und ein paar unter­neh­me­ri­sche Grund­re­geln ein­hält, die wirk­lich leicht zu erler­nen sind. Ein gutes Bei­spiel für gro­ßes Schei­tern gefolgt von gro­ßem Erfolg fin­det sich in der Bio­gra­fie von Elon Musk.

 

Lang­fris­ti­ges Denken

Wir Men­schen tun uns eher schwer damit, kurz­fris­tig bis mit­tel­fris­tig etwas zu leis­ten oder auf etwas zu ver­zich­ten, um lang­fris­tig davon zu pro­fi­tie­ren. Einem Rau­cher fällt es z.B. schwer, auf eine Ziga­ret­te zu ver­zich­ten, obwohl er weiß, dass er davon lang­fris­tig sehr pro­fi­tie­ren wird. Das­sel­be gilt für inves­tier­te Arbeits­zeit, denn unser Arbeits­sys­tem basiert in der Regel auf einer 1:1 Ver­knüp­fung zwi­schen Zeit & Geld. Lang­fris­tig zu den­ken und zu han­deln muss man also erst­mal ler­nen. Der Grund­satz dahin­ter ist, dass klei­ne­re Hand­lun­gen von heu­te zu gro­ßen Ver­än­de­run­gen in der Zukunft füh­ren kön­nen. Da die­ser Aspekt im Unter­neh­mer­tum eine beson­ders tra­gen­de Rol­le spielt, gera­de wenn man erst­mal klein star­tet, soll­te man die Aus­wir­kun­gen von Lang­fris­tig­keit wirk­lich ver­in­ner­li­chen. Vie­le Unter­neh­mer geben auf, weil ihre Geschäfts­idee in den ers­ten Mona­ten oder sogar Jah­ren noch kei­ne “Beloh­nun­gen” pro­du­ziert hat.

Genau­so ist es im Unter­neh­mer­tum. Zunächst muss man sei­ne Zeit und auch etwas Geld inves­tie­ren. Man kann sich aber sicher sein, dass die inves­tier­te Arbeits­zeit nicht umsonst ist und irgend­wann Früch­te tra­gen wird. Ein kon­kre­tes Bei­spiel wäre Wachs­tum auf Social Media (z.B. You­Tube). Nicht sel­ten haben sehr erfolg­rei­che Creator 1–3 Jah­re Vide­os gemacht, ohne einen wirt­schaft­li­chen Erfolg oder gro­ße Reich­wei­te dar­aus zu zie­hen. Erst ab einer gewis­sen Anzahl an Fol­lo­wern ver­mehrt sich die Reich­wei­te spür­bar expo­nen­ti­ell und der “Zin­ses­zins­ef­fekt” beginnt zu wirken.

Tipp: In den Bio­gra­fien von Arnold Schwar­zen­eg­ger und War­ren Buf­fett wird sehr gut deut­lich, wel­che Macht lang­fris­ti­ges Den­ken auf den per­sön­li­chen Erfolg hat und wel­che Eigen­schaf­ten es noch braucht, um lang­fris­tig auch erfolg­reich zu wer­den.

 

Foto­credit: pexels.com

Ver­fas­ser: 

David Wild; Con­tent-Wri­ter bei Build­ToGrow

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